Im Oktober haben wir angefangen die Weihnachtsaktion 2015 vorzubereiten. Seit 5 Jahren sammelt der Weißblaue Bumerang in der Adventszeit Weihnachtspäckchen für benachteiligte Kinder in München. In den letzten Jahren haben wir etwa 400 Päckchen zusammen bekommen.

Und noch immer können wir es nicht fassen: In diesem Jahr konnten wir ca. 2.000 Päckchen an bedürftige Kinder und Jugendliche verschenken.

Mehr Reichweite durch PR, Webseite und Social Media

Einige Voraussetzungen waren in diesem Jahr anders. Zum Beispiel unsere Reichweite.

Unserer besonderer Dank geht an das Team des Wochenanzeigers. Durch den Wochenanzeiger erreichen wir Menschen, die weniger internet-affin sind. Das ganze Jahr über berichtet der Wochenanzeiger über unsere Aktionen. Nicht nur zur Weihnachtszeit. Dadurch steigt unser Bekanntheitsgrad.

Und auch als Annahmestellen fungiert der Wochenanzeiger. Die Mitarbeiter schreiben also nicht nur Artikel, sondern werden auch beim Ein- und Umladen gefodert 🙂

Seit April haben wir eine neue Webseite, die von einer professionellen Marketingagentur konzipiert und betreut wird. Das ist ein Grund, warum wir bei Google besser gefunden werden. Teil dieser Webseite ist der Blog, in dem wir kontinuierlich Texte über unsere Arbeit veröffentlichen. Das trägt u.a. dazu bei, dass unsere Arbeit transparenter wird. So kann sich jeder, der sich für den Weißblauen Bumerang interessiert, auf unserer Webseite über unsere Philosophie, unsere Sponsoren, die Projekte und die laufenden Aktionen informieren. Ausführliche Informationen animieren mehr Menschen mitzumachen. Schließlich will jeder Spender wissen, wo seine Spende hingeht. Das wurde uns in Gesprächen und auch per E-Mail bestätigt.

Und auch über Facebook haben wir in den letzten Monaten mehr und mehr Fans gewonnen. Inzwischen sind es 688 (Stand: 23.12.2015) Damit hat Facebook maßgeblich zu unserem Bekanntheitsgrad beigetragen. Und überhaupt, Facebook ist für uns der wichtigste Nachrichtenkanal.

Sinnvolles verschenkt man gerne.

Und dann ist da noch unser spezielles Thema „Unterwäsche statt Karies“. Zuerst war da nur diese Idee, diesmal keine Süßigkeiten in die Päckchen zu tun. Wir haben darüber diskutiert und die Vor- und Nachteile abgewogen. Und dann haben wir Eva-Maria Weigert vom Projekt Freudentanz von dieser Idee erzählt. Sie war gleich Feuer und Flamme und schickte uns eine Liste mit Dingen, die ihre Flüchtlingskinder ganz besonders brauchen.

Und so war das Motto geboren. Aber es brachte weitere Herausforderungen mit sich: Wenn man Kleidung verschenkt, müssen die Päckchen altersgruppen-spezifisch verpackt werden. Das gleiche gilt für Spielzeug. Und wie soll das dann alles richtig verteilt werden? Wer sortiert die Päckchen?

Einige Herausforderungen.

Und in der Tat, das war auch im Nachhinein das Schwierigste. Wie kann man unter Hunderten von Päckchen die richtigen herausfischen? Das haben wir u.a. bei der Verteilung in der Unterkunft in der Hofmannstraße gemerkt. Es fehlte natürlich genau immer das Alter, was gerade vor einem stand.

Oder auch, wenn genaue Wünsche an uns angetragen wurden. Die Päckchen wurden bei unserem Erwin Ritthaler in einer Garage zwischengelagert. Aber eine Sortierung war unmöglich. Wie auch, wenn immer neue Päckchen von allen Abholstationen dazu kamen. Ganz ehrlich? Zwischendurch wusste niemand mehr von uns, wie viele Päckchen für welches Alter in Erwins Garage liegen.

Und dann die Verteilung. Man kann nicht so einfach mit dem Auto vor eine Flüchtlingsunterkunft fahren und die Pakete ausladen. Im Vorfeld haben wir viel telefoniert, um herauszubekommen, wie viele Kinder in den jeweiligen Unterkünften wohnten. Aber das konnten ganz viele nicht leisten. Aus Zeitmangel, aber auch weil es eine Fluktuation in den Unterkünften gibt.

Abgesehen davon ist in vielen Gemeinschaftsunterkünften kein Zutritt erlaubt. Und wenn dann nur mit Genehmigung. Das erfordert Zeit. Also haben wir meistens die Päckchen bei den Leitern in den Unterkünften abgegeben. Deshalb gibt es auch kaum Fotos von Geschenke-Übergaben. Denn fotografiert werden dürfen die Kinder nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Eltern.

Wir danken dem Team in der Hofmannstraße, vor allem Sebastian Lang, der uns eine Übergabe ermöglicht hat.

Hier findet Ihr einige Bilder von der Übergabe in der Hofmannstraße.

 

Vielen Dank nochmals an die Kinder der Montessori-Schule, die 250 Päckchen gepackt haben, sondern am 17.12.2015 auch geholfen haben, diese zu verteilen.

Bilder von den Weihnachtspäckchen aus der Montessori-Schule.

Weitere Bilder von der den verschieden Abholungen findet Ihr auf Facebook.

Neue Kontakte, großartiges Netzwerk

Neben der Aktion hatten wir einen Verkaufstisch in der Meile Moosach, der täglich besetzt werden musste. Gar nicht so einfach. Danke an alle, die in Moosach mitgeholfen haben.

Und das ist auch ein weiterer Gewinn dieser Aktion: Wir vom Weißblauen Bumerang durften viele, viele engagierte Menschen kennenlernen. Menschen, die uns direkt wegen der Aktion kontaktiert haben, also Spender der Päckchen. Aber auch Empfänger, also Menschen, die die Päckchen für Kinder in unterschiedlichen Orten und Projekten abgeholt haben. Und – darüber freuen wir uns ganz besonders – wir konnten auch zwei Geldspenden vermitteln: An das Projekt Freudentanz und an die LOK Freimann.

Alle Beteiligten hier zu nennen, würde zu weit führen. Unser Dank gilt allen, die mitgemacht haben, auf welche Weise auch immer.

Vielleicht war auch die Bereitschaft etwas Gutes zu tun in Anbetracht der Flüchtlingskrise besonders groß. Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Menschen mobilisieren konnten.

Was bleibt, ist die Nennung von ein paar Zahlen:

Wir hatten dieses Jahr 15 Annahmestellen in München und im Umland. Insgesamt haben wir mehr als 2.000 Weihnachtspäckchen bekommen.

Unsere Päckchen sind an folgende Einrichtungen gegangen:

  • Gemeinschaftsunterkunft in der Landsberger Straße
  • Projekt Freudentanz
  • Bayernkaserne über Lok Freimann
  • Gemeinschaftsunterkunft in der Truderinger Straße
  • Arche München
  • Haus Münsing
  • Munich back-up für verschieden Projekte der Obdachlosenhilfe
  • Unterkunft in der Hofmannstraße
  • Gemeinschaftsunterkunft in Landsberg
  • Kinderzimmer Denisstraße
  • Frauenhaus Karla 21
  • Isartaler
  • Unterkunft in der St.-Veith-Straße

Weitere an einzelne bedürftige Familien.

Wir vom Weißblauen Bumerang wünschen Euch allen im Namen der Kinder fröhliche und gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

About the author: Aline Sommer
Ich heiße Aline Sommer und habe selber 2 Söhne. Kinder sind unsere Zukunft. Und weil ich möchte, dass ALLE Kinder glücklich sind, engagiere ich mich im Weißblauen Bumerang. Ich habe diese Webseite konzipiert und betreue sie technisch und inhaltlich. Außerdem beteilíge ich mich mit anderen Bumerangs an den Aktionen und berichte hier über unsere Aktivitäten. Von Beruf bin ich Marketingberaterin und erstelle Webseiten für Unternehmen, Ärzte und Freiberufler.
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