Liebe Freunde des Weißblauen Bumerang,

lange war es still auf dieser Webseite, weil wir alle noch geschockt sind vom Tod unseres Gründers und unseres „Chefs“ Erwin Ritthaler.

Rückblick Weihnachten 2017 – So viele Päckchen wie noch nie

Nichtsdestotrotz möchte ich ein paar Worte zur Weihnachtsaktion schreiben.
Unsere Weihnachtsaktion hat alle Rekorde gebrochen. Wir haben mit Eurer Hilfe mehr als 2.700 Weihnachtspäckchen für Kinder zwischen 0 und 18 Jahren gesammelt. Damit haben wir mehr Päckchen gesammelt, als im Flüchtlingskrisenjahr 2015. Das liegt vor allem daran, dass sich in diesem Jahr noch mehr Kindergärten, Schulen und Unternehmen beteiligt haben.


Um nur einige zu nennen. Wir danken ganz herzlich den Organisatoren in den Schulen und Kindergärten, ohne die unsere Päckchen-Aktion nicht möglich wäre, u.a. der Grundschule Martinsried, Grundschule an der Fernpassstraße, Mittagsbetreuung Don Bosco, Montessori-Schule Sonnenschein, Kindergarten an der Schäftlarnstraße und der Camerloher Grundschule. Aber auch viele Privatpersonen haben mit viel Liebe und Einsatz wieder Päckchen gepackt. Wir hatten in diesem Jahr 15 Abgabestellen, die uns logistisch an den Rand das Machbaren gebracht haben. Das liegt vor allem daran, dass es unserem Erwin bereits in der Weihnachtszeit sehr schlecht ging. Er hatte in den letzten Jahren die meisten Fahrten übernommen. Jetzt fehlte er. Wir danken allen, die die Päckchen abgeholt und in das Lager in der Gustav-Mahler-Straße gebracht haben.

Auch in diesem durften wir bei der LoK Freimann unserer Päckchen sammeln und zwischenlagern. Vielen lieben Dank Eric und Deinem Team. Denn in den Vorjahren war Ritthalers Garagenlager fast aus allen Nähten geplatzt. Das Lager in Freimann ist gold wert.

Päckchen liebevoll gepackt, mit nützlichen Dingen.

Wir konnten in diesem Jahr wieder viele Kinder vor allem aus den Gemeinschaftsunterkünften glücklich machen. Da Wohnraum in München so knapp ist, müssen die Kinder dort auf kleinstem Raum mit ihren Eltern oft für Jahre leben. Die Weihnachtsaktion ist für sie eine große Sache und bietet etwas Abwechslung im tristen Heimalltag.

Die Freude der Kinder ist immer riesengroß, vor allem auch deshalb, weil die Päckchen eben nicht nur billige Süßigkeiten enthalten, die schlecht für die Zähne sind. Wir sind sehr stolz, dass viele Menschen unserem Aufruf folgen und wirklich nützliche Dinge verpacken: Mützen und Schals, andere Kleidung, Unterwäsche, Spielsachen und Kosmetikartikel. Dinge, an denen es aus kulturellen Gründen oft hapert, aber auch, weil das Geld hinten und vorne fehlt.

Wo sind die Päckchen hingegangen?

Viele der Päckchen sind an die Flüchtlingsunterkünfte der Caritas München gegangen, z.B. in die Truderinger Straße, an das Projekt Freudentanz, an die Flüchtlingsunterkunft nach Unterschleißheim, wo ca. 80 Kinder leben.

Weitere Empfänger unsere Päckchen waren LoK Freimann, die Münchner Tafel und einzelne Familien in München und im Umland.Lok Freimann

Da wir aber trotzdem noch viele Päckchen „übrig“ hatten, haben wir den engagierten und gut vernetzten Georg Jachan unterstützt, der einen Teil der Münchner Päckchen nach Orsova in Rumänien gebracht hat. Dort war unsere Weihnachtsaktion, das Erlebnis des Jahres. Hunderte Kinder konnten glücklich gemacht werden. Wer sich die Übergabe in Orsova anschauen möchte, dem sei dieser Film empfohlen: https://www.youtube.com/watch?v=ehmsxNSgo0c

Obwohl es viel Leid in München gibt, ist es schwierig an hilfsbedürftige Familien „ranzukommen“. Wir schreiben und sprechen bereits im erbst städtische und private Organisationen an, auch im Wochenanzeiger ist von unserer Aktion zu lesen, aber meisten erhalten wir keine Antwort. Das heißt, unsere Päckchen werden von vielen Organisationen nicht gewollt, weil eine Verteilung an die Kinder aufwendig und logistisch manchmal nicht so einfach ist. Und weil viele Angestellte und Helfer diesen Aufwand und die damit verbundene Mehrarbeit scheuen. Das soll an dieser Stelle mal gesagt werden.

Bilder sind immer schwierig

Wir bitten um Verständnis, dass wir zumeist keine Fotos von der Übergabe der Päckchen haben. Das hat zum einen damit zu tun, dass die Scham groß ist, aber auch, dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen, von jedem fotografierten Kind die Erlaubnis der Eltern einholen müssten, schriftlich. Und jetzt sagt uns, wie das funktionieren soll…!?

Ihr versichern Euch aber, dass Eure Päckchen an die „richtige“ Stelle gekommen sind und Ihr etwas Glück verschenkt habt. Wir danken allen, die mitorganisiert, gepackt, abgeholt und verteilt haben.

 

Weihnachtsengel-Aktion brachte 50 Kindern Freude

Mit unserer Aktion Weihnachtsengel haben wir 50 private Weihnachtswünsche erfüllen können. Wir danken herzlichen allen Weihnachtsengeln, die ein oder mehrere Kinderwünsche erfüllt haben. Wir hoffen, dass sich daraus, die eine oder andere langfristige Freundschaft entwickelt. Allerdings erhalten wir auch da wenig Feedback.

Nach WEihnachten ist vor Weihnachten. Für das nächste Jahr brauchen wir Euch wieder. Bitte unterstützt unsere Aktionen, indem Ihr mitmacht, unsere Aktionen liked und teilt. In Selfiezeiten, in denen viele nur auf sich schauen und in Zeiten, in denen Rassismus und Unmenschlichkeit wieder salonfähig und politisch akzeptiert werden, sind wir froh, dass es Menschen wie Euch gibt. Gerade jetzt ist es wichtig, Mensch zu sein und Herz zu zeigen. Dafür danken wir Euch.

Mit der Gewissheit, dass wir einigen hundert Kindern eine kleine Freude machen konnten, wünschen wir Euch allen da draußen ein gutes Jahr 2018.

Über den Autor: Aline Sommer
Ich heiße Aline Sommer und habe selber 2 Söhne. Kinder sind unsere Zukunft. Und weil ich möchte, dass ALLE Kinder glücklich sind, engagiere ich mich im Weißblauen Bumerang. Ich habe diese Webseite konzipiert und betreue sie technisch und inhaltlich. Außerdem beteilíge ich mich mit anderen Bumerangs an den Aktionen und berichte hier über unsere Aktivitäten. Und meine Brötchen verdiene ich als Marketingberaterin in Unterschleißheim.

Hinterlasse ein Kommentar